Deutsche Eishockey Liga
9. Spieltag
16.10.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 3:4 (2:1/0:1/1:2)
Der aktuelle Tabellenführer empfing am Freitagabend den EHC Red Bull München. Es ging, wie im Eishockey üblich, sofort in die Vollen. Nach reichlich drei Minuten waren bereits drei dicke Möglichkeiten für die Eisbären zu notieren. Ebenso wurde Jonas Neffin gleich warm geschossen. In der vierten Spielminute kamen ein Tor und ein Gegentor auf die Anzeigetafel. Erst traf Ty Ronning nach glänzender Vorarbeit von Liam Kirk und nur 13 Sekunden später feuerte Münchens Verteidiger Ryan Murphy den Puck zentral und verdeckt an Neffin vorbei ins Tor. Ein Powerplay der Eisbären, drei Minuten später, brachte nichts zählbares. In der 12. Minute kassierte Freddy Tiffels eine Spieldauerstrafe wegen eines Stockchecks. Die Schiedsrichter sahen sich die Bilder an und entschieden sich dann für dieses Strafmaß. Es war gehörig Feuer unter dem Dach. Die fünf Minuten überstanden die Eisbären, die Münchner stellten sich im Powerplay alles andere als gut an und schwächten sich selbst. Lucas Thaler kassierte zwei Minuten vor Ablauf der Eisbärenstrafe eine Strafe wegen Stockschlags. Einen Schuss auf das kurze Eck von Liam Kirk passierte Mathias Niederberger. Mit der 2:1 Führung für die Eisbären ging es in die erste Drittelpause.
Der Mittelabschnitt begann gleich mit einem Treffer für die Münchner. Nach nur 18 Sekunden, vom Eröffnungsbully weg, kurzer Querpass von Tobias Rieder auf Taro Hirose und es stand 2:2. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier rauf und runter. Die vermeintliche Führung für München fand keine Anerkennung, weil eine Kickbewegung des Schlittschuhs offensichtlich war.
Ein Powerplay konnten die Eisbären nicht nutzen, trotz einiger guter Einschussmöglichkeiten. Es blieb sehr intensiv mit Chancen fast im Minutentakt. Aus allen Lagen wurde von den Eisbären auf das Tor Mathias Niederberger gefeuert. Über die Linie zwischen den Torpfosten ging er nicht. Mit dem 2:2 Zwischenstand ging es in die letzte Drittelpause.
Ein Blick in die Statistik zeigte es war bis in den Schlussabschnitt hinein ausgeglichen. Niederberger musste 24 Schüsse halten und Eisbärengoalie 26. Für die Zuschauer war spannend. Wer erwischt das bessere Ende?
Im Übereifer ereilte die Eisbären zwölf Minuten vor dem Ende eine Bankstrafe wegen eines Wechselfehlers, es war kurzzeitig ein Spieler zuviel auf dem Eis. Dieses Mal nutzten die Gäste ihr Powerplay und gingen in Führung. Dann versuchten sich die Eisbären im Powerplay. Niederberger fing sich eine Strafe wegen Beinstellens, abgesessen wurde sie von Veit Oswald. Die Strafe überstanden die Gäste.
Den Eisbären lief die Zeit davon. München lauerte auf den entscheidenden Konter. Er gelang in der 58. Minute Yasin Ehliz konnte im Alleingang Neffin überwinden. Es blieb, trotz allen Bemühens im empty net, bei der Heimniederlage. Das Anschlusstor fiel mit der Schlusssirene, es waren noch 0,2 Sekunden auf der Spiel, Ergebniskosmetik. Liam Kirk war der Torschütze für die Statistik.
Hans-Peter Becker
Foto: Stephan Wenske








