Keine Spannung erwartet im Berlin-Derby

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: Samstag, 28.02.2026 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zu vierten Mal treten die Wasserfreunde Spandau 04 in der 1. Bundesliga im Jahre 2026 nach der langen EM-Pause am Samstag im nationalen Oberhaus an. Beim OSC Potsdam (22:9), daheim gegen den SV Cannstatt (23:7) und beim Duisburger SV 1898 (24:11) zeigten sich die Schützlinge von Trainer Marin Restovic jeweils torhungrig und spielfreudig. Nun folgt am Samstag, 28.02.2026 in der heimischen Schwimmhalle Schöneberg das Spiel gegen die SG Neukölln, das trotz des vermeintlichen besonderen Lokalderby-Charakters ein Duell zwischen David und Goliath ist.

Das Hinspiel, an gleicher Wettkampfstätte, mit der SGN als Gastgeber, endete 31:8 zugunsten des Rekordmeisters, in ähnlichen Regionen wird sich das Resultat auch diesmal bewegen. Aktuell empfängt der Tabellen-Zweite Spandau den Siebenten und Vorletzten Neukölln, der in seinen letzten Partien mehr oder weniger eine „Schießbude“ war. Am 14. Februar 2026 kassierte die Mannschaft von (Ex-Spandauer) Andreas Schlotterbeck bei Meister Waspo in Hannover eine 6:38-DWL-Rekordniederlage.

Diesen desaströsen Gesamteindruck wollen die Neuköllner zumindest partiell korrigieren, auch wenn die Rollen klar verteilt bleiben. Für Spandau ist die „20-Tore-Marke“ nur ein Zwischenziel, das Spiel nur eine Aufbaumarke für die nahenden Meisterschafts-Playoffs. In der Hauptrunde der A-Gruppe der DWL stehen für die Wasserfreunde noch folgende Begegnungen an:

07.03.2026 Wasserfreunde Spandau 04 – White Sharks Hannover 16:00 Uhr – SSH
14.03.2026 ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 16:00 Uhr
21.03.2026 Waspo Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 18:00 Uhr

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Foto: © Wasserfreunde Spandau 04

Fehlstart nach der Olympiapause – Eisbären verlieren gegen Straubing

DEL Saison 2025/26

45. Spieltag

25.02.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 2:3 (1:0/1:3/0:0)

Beim amtierenden Meister Eisbären Berlin, die trotz der vier Teilnehmern am olympischen Eishockeyturnier auf einen gelungenen Re-Start hoffen, mussten bereits in der Vorbereitung einen Dämpfer hinnehmen. Beim Testspiel in Wolfsburg verletzte sich Goalie Jake Hildebrand. In einer Pressemitteilung ließen die Eisbären verlauten: „Ein Comeback in der laufenden Saison wird vom Heilungsverlauf abhängen. Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin muss neben Hildebrand auch auf Patrick Khodorenko und Blaine Byron verzichten. Die beiden Stürmer werden die gesamte restliche Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen.“ Die schier unglaubliche Verletzungsmisere in der laufenden Saison setzt sich fort. Aktuell leider auch bei der im Eishockey hochsensiblen Position des Torhüters. Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer sagt: „Die Nachricht ist natürlich sehr bitter für uns. Jake ist ein wichtiger Pfeiler und starker Rückhalt unserer Mannschaft. Wir werden ihn selbstverständlich bestmöglich in der Reha unterstützen. Unsere anderen Torhüter Jonas Stettmer und Lennart Neiße genießen unser volles Vertrauen.“

Jake Hildebrand spielt seine dritte Saison für den Hauptstadtclub. In den beiden vorherigen Spielzeiten gewann der US-Amerikaner mit den Eisbären jeweils die Deutsche Meisterschaft. Der Linksfänger absolvierte bislang insgesamt 127 DEL-Spiele für Berlin, in denen er 91 % aller gegnerische Torschüsse entschärfte. In der laufenden Spielzeit kommt der Torhüter auf 30 DEL-Spiele für die Eisbären und eine Fangquote von 89,04 %.

Ein erfolgreicher Re-Start wäre der direkte Einzug in das Playoff-Viertelfinale. Der dafür notwendige Platz 6 in der Tabelle ist noch in Reichweite. Die Aufgabe ist nicht leichter geworden, der Ausgang, angesichts der Verletztenmisere ungewiss. Die Olympiafahrer hatten eine im Großen und Ganzen positive Erfahrung. Bei Olympia dabei waren auch Eisbären-Cheftrainer Serge Aubin und Alexander Sulzer von den Fischtown Pinguins. Sie assistierten dem Bundestrainer Harold Kreis. Am kommenden Sonntag, 1. März 2026 kommt Bremerhaven nach Berlin, sie sind ein direkter Konkurrent im Kampf um den begehrten Einzug ins Viertelfinale.

Vor dem Spiel gegen die Straubing Tigers gab es Gedenkminute für den ehemaligen Co-Trainer der Eisbären Vince Malette. Er war von 2010 bis 2015 bei den Eisbären tätig und an drei Meistertiteln beteiligt.

Der Re-Start gelang nicht. Im ersten Drittel war beiden Mannschaften anzumerken, dass eine Wettkampfpause hinter ihnen lag. Testspiele sind kein ganz so vollwertiger Ersatz für den Wettkampf. Die ersten Torchancen hatten die Gäste aus Straubing, nach knapp fünf Minuten kamen die Eisbären zu ihrer ersten Gelegenheit. Eine Riesenchance ließ Lean Bergmann in der 7. Minute liegen. Ein Puckverlust vor dem Straubinger Tor, Bergmann hatte nur noch Henrik Haukeland vor sich und verzog. Ein Powerplay in der 14. Spielminute brachte die Führung für die Eisbären. Sie brauchten nur 8 Sekunden und zwei Schlägerberührungen, um den Puck im Tor zappeln zu lassen. Der Torschütze war Ty Ronning. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die erste Drittelpause.

Im Mittelabschnitt drehten die Gäste das Spiel. Ein Doppelschlag in der 25. und 27. Minute brachte die Eisbären ins Hintertreffen. Einer torgefährlichste DEL-Verteidiger, trägt das Trikot der Straubing Tigers mit der Nummer 92 und heißt Marcel Brandt. Er traf doppelt. In der 31. Minute erhöhten die Gäste auf 3:1 und die Eisbären wirkten geschockt. Sie mussten sich mächtig schütteln. Sie gaben nicht auf und in der 37. Minute blitzte kurz das Meistereishockey auf. Andreas Eder verkürzte auf 2:3.

Der Schlussabschnitt war ein offener Schlagabtausch. Die Eisbären warfen alles nach vorn. In der 49. Minute hatten sie eine Chance im Powerplay und trafen leider nur den Pfosten. Sieben Minuten vor dem regulären Spielende kassierte Frederik Tiffels eine Strafe wegen unnötiger Härte. Die Unterzahl überstanden sie. In den Schlussminuten deckten sie das Straubinger Tor mit Schüssen ein. Jonas Stettmer ging aus dem Kasten, ein Tor gelang den Eisbären nicht mehr. Die Gäste brachten ihre knappe Führung ins Ziel.

Ein enttäuschter Eisbären-Trainer fasste ohne weitere Nachfragen das Spiel so zusammen: „Nach der langen Pause waren wir zunächst noch etwas eingerostet. So war unsere knappe Führung nach dem Startdrittel etwas glücklich. Das Mitteldrittel hat mir dann überhaupt nicht gefallen. Wir waren viel zu passiv und haben den Tigers zu viel Raum und Zeit gelassen. Straubing war die bessere Mannschaft und hat einige gute Spielzüge aufgezogen. Im Schlussdrittel haben wir noch einmal Druck aufgebaut. Uns lief dann jedoch die Zeit davon. So wie in der Schlussphase des dritten Spielabschnitts müssen wir von Beginn an auftreten. Das ist uns nicht gelungen, daraus müssen wir lernen. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir unser Spiel über die gesamte Spieldauer aufziehen.“

Bereits am kommenden Freitag, 27.02.2026 haben die Eisbären in einem weiteren Heimspiel gegen Iserlohn eine weitere Chance, die dringend benötigten Punkte für eine bessere Ausgangsposition in den Playoffs zu holen.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Smith, Wissmann (C); Geibel, Mik; Niemeläinen, Reinke – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Noebels, Dea, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Hördler, Wiederer, Veilleux (A) – Trainer: Serge Aubin       

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl) – Brandt, Leslie; Beaudin, Green; Klein, Merkley; Zimmermann – Hede, Madden, Halloran; Scott, Leonhardt, Loibl; Varejcka, Brunnhuber, Fleischer; Connolly, Melnick, Seidl – Trainer: Craig Woodcroft

Tore
1:0 – 13:39 – Ronning (Wissmann, Kirk) – PP1
1:1 – 24:31 – Brandt (Loibl, Leonhardt) – EQ
1:2 – 26:52 – Brandt (Beaudin, Fleischer) – PP1
1:3 – 30:01 – Merkley (Fleischer, Varejcka) – EQ
2:3 – 36:15 – Eder (Noebels, Pföderl) – EQ  

Strafen
Eisbären Berlin: 13 (2, 9, 2) Minuten – Straubing Tigers: 13 (4, 7, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Roman Gofman, Martin Frano (Wayne Gerth, Lukas Pfriem)

Zuschauer
14.200

Berlin-Derby von Olympia-Kampagne flankiert

BR Volleys vs. VC Olympia Berlin ist eine Begegnung, die traditionell im Sportforum Hohenschönhausen steigt, auch wenn es sich diesmal um das offizielle Heimspiel des Deutschen Meisters handelt. Am Mittwoch (25. Feb. 2026 um 18.30 Uhr) wird das zweite kleine „Berlin-Derby“ der Saison ausgetragen und von einem Stop der Olympia-Kiez-Tour begleitet. Zum Bürgerdialog ist nach dem Match auch BR Volleys Kapitän Ruben Schott zu Gast.

Zum ersten Mal seit Jahresbeginn liegt vor den BR Volleys keine englische Woche. Das Match gegen den VCO Berlin ist das einzige, das noch zwischen den Männern in Orange und ihrem Heimspiel am 04. März 2026 gegen Gas Sales Bluenergy Piacenza (ITA) im CEV Cup liegt. „Wir können etwas durchatmen, müssen am Mittwoch aber trotzdem unsere Pflicht erfüllen und das Spiel seriös angehen“, sagt Außenangreifer Moritz Reichert vor dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenletzten der Bundesliga. Der VCO feierte seinen ersten und einzigen Saisonsieg Mitte November beim ASV Dachau (3:2). Seitdem warten die Youngster, die am Bundesstützpunkt auf eine Profikarriere hinarbeiten, auf ein weiteres Erfolgserlebnis, konnten gegen die weitere nationale Konkurrenz maximal einen Satzgewinn verbuchen. Zuletzt waren der TSV Haching München (0:3) und die Dachauer (0:3) im Sportforum deutlich überlegen. Das Team von Coach Grzegorz Rys kämpft die Saison über damit, ein gesamtes Spiel lang das Niveau des Gegners zu erreichen. Einige Akteure wie der hochveranlagte Berliner Diagonalangreifer Kilian Schmiedeke plagen sich dazu auch immer wieder mit Verletzungsproblemen. 

Das BR Volleys Team fährt mit einem 3:0-Erfolg gegen die cerebricks Volley Goats Mitteldeutschland in den Berliner Osten. Dabei wussten unter anderem Maximilian Treiter und Arthur Wehner als MVP zu gefallen. Cheftrainer Leal möchte mit seiner Mannschaft an das Gezeigte anknüpfen und könnte wieder Belastungssteuerung betreiben. Dabei wird Benjamin Kirsch, der für beide Clubs spielen dürfte, das Trikot des Rekordmeisters tragen und somit auf seine Teamkollegen treffen. Nationalspieler Reichert freut sich auf den Volleyballabend: „In den Spielen gegen den VCO herrscht immer eine schöne Dynamik. Die Zuschauer feiern die Aktionen beider Mannschaften gleichermaßen. Ich mag das. Die Jungs werden gegen uns sicher wieder alles reinhauen.“ Im Hinspiel (15:25, 20:25, 15:25) boten die Talente vor allem im zweiten Satz gut Paroli. Darauf sind die BR Volleys eingestellt, müssen im Kampf um die Tabellenspitze aber konsequent drei Punkte einfahren.

Von 17 bis 21 Uhr macht rund um das Spiel die Kiez-Tour der Berliner Olympia-Bewerbung Halt im Sportforum. Alle Berlinerinnen und Berliner sind dort eingeladen, ihre Ideen, Wünsche und Perspektiven einzubringen. So sollen Olympische und Paralympische Spiele entstehen, die von der gesamten Stadt getragen werden und zeigen, wie vielfältig und kreativ Berlin ist. Fans können zu diesem Anlass nach dem Spiel auch mit Ruben Schott ins Gespräch kommen. 

Tickets
Da es sich um das offizielle Heimspiel der BR Volleys handelt, haben Saisonkarten Ihre Gültigkeit. Kaufkarten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Beim Vorzeigen seiner Eintrittskarte für das Heimspiel gegen die Volley Goats oder Perugia erhalten Fans am Mittwoch beim Match im Sportforum 3,- Euro Rabatt an der Abendkasse.

Tombola
Beim Auftritt der BR Volleys im Sportforum veranstaltet der VCO eine Tombola.

Nächste Spiele:
25.Februar | 18.30 Uhr | Sportforum Hohenschönhausen | vs. VC Olympia Berlin
04. März | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. Gas Sales Bluenergy Piacenza (CEV Cup)

Christof Bernier/BR Volleys

Foto Credit: © Bartosz Baziuk

Volleyball Sparda 2-Bundesliga Pro Damen: BBSC bringt drei Satzgewinne aus Bayern mit

Ein vom Engagement her gegenüber dem vergangenen Wochenende wie ausgewechselt spielendes BBSC-Team entführte 3 Satzgewinne und einen Punkt aus Bayern.

TV Planegg-Krailling – BBSC Berlin    2:3 (-18, 19, -21, 13, 6)

Der Tabellenvierte aus der Nähe von München schaute nicht schlecht, als der Berliner Tabellenletzte am Samstag, 21.02.2026, nach Sätzen mit 2:1 in Führung ging. Die Gäste hatten sich offensichtlich vorgenommen, das Auftreten des letzten Wochenendes in die Annalen der Geschichte zu verbannen. Berlins Trainer Manuel Müller sprach nach dem Spiel von einer phasenweisen besten Saison-Performance seines Teams, das mit starken Angriffen sowie einer stabilen Feldabwehr die Schmach des vergangenen Wochenendes tatsächlich hat vergessen lassen. Ab dem 4. Satz setzte Planegg mit einer deutlichen Tempoverschärfung und aggressiveren Angriffsspiel wieder die Maßstäbe – doch der eine gewonnene Punkt erfreute die Gäste trotzdem. Zur Berliner MVP wurde Paula Reinisch gewählt, die mit einer sicheren Abwehr und platzierten Angriffsschlägen (18 Treffer) auffiel.

TV Dingolfing – BBSC Berlin      3:1 (20, 14, -20, 15)

Am Sonntag, 22.02.2026, zahlte der BBSC der körperlichen und mentalen Belastung des Wochenendes Tribut. Die einheimischen Dingos wollten sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren und kämpften unbändig gegen ein Berliner Team, dem schlicht trotz einiger Wechsel ein paar Körner nach den 5 Sätzen des Vorabends fehlten. Da fehlte die letzte Konzentration und der BBSC musste gerade in langen Rallies immer wieder die Punktgewinne der Gastgeberinnen hinnehmen. Zwar gelang mit dem Gewinn des 3. Satzes noch eine Ergebnisverbesserung, doch mit Beginn des insgesamt 9. Satzes des Wochenendes war dann die Luft auf Berliner Seite eng (16:4-Zwischenstand). Bei den Berlinerinnen überzeugten erneut Reinisch und Grätz, aber auch Maja Pahlke (mit 13 Treffern zur MVP gewählt).

Trainer Müller konstatierte: „Ohne Druck am Samstag nah dran an der Überraschung und Sonntag teuer dafür bezahlt. Einigen Spielerinnen war die Vorbelastung deutlich anzumerken.“

Die nächsten Heimspiele folgen am Wochenende 07. und 08. März 2026 gegen Köln und Planegg.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minled, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC

Hui und Pfui für den Berliner Profifußball

Am 23. Spieltag durchbrach der 1. FC Union endlich seine Serie an sieglosen Spielen, während Hertha in Paderborn einen herben Absturz erleben musste. Einen Sieg hatte man weder von den Eisernen noch von der Alten Dame erwartet, die Spielausgängen waren einigermaßen überraschend. Am Samstag, 21.02.2026, zur besten Fußballzeit am Nachmittag feierte der 1. FC Union einen 1:0 Erfolg gegen Bayer Leverkusen. Sie machten in ihrem Matchplan nicht den Fehler, im Vergleich des Spiels gegen Dortmund, den Ball weitgehend dem Gegner zu überlassen und auf die Umschaltmomente zu hoffen. Erstaunlicherweise übernahm die Baumgart Elf gleich die Initiative. Bis zur Halbzeitpause hatten das Heimteam 44 % Ballbesitz, ein erstaunlicher Wert gegen eines der spielstärksten Mannschaft der Bundesliga. In der 28. Minute packten die Gäste ihr Geschenk aus. Leverkusens Kapitän Robert Andrich wollte einen Ball mit dem Körper abschirmen, ihn ins Aus trudeln lassen, mit Abstoß vom Tor sollte es weitergehen. Rani Khedira spitzelte dazwischen und hob den Ball ins Tor. So kann es gehen, einen Moment nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Im Interview nach dem Spiel nahm dann auch Andrich die Schuld auf sich, kurz und bündig: „Sowas darf mir nicht passieren.“

Mit einem Rückstand in die Pause zu gehen, das war den Leverkusenern schon lange nicht mehr passiert. Die zweite Halbzeit verging ohne Wertung. Die Eisernen taten, was sie am besten können, das eigene Tor verteidigen. Es ergaben sich, da Leverkusen mehr und mehr alles nach vorn werfen musste, einige gute Möglichkeiten, das Spiel vorzuentscheiden. Ein bisschen Matchglück hatten sie auch, das gehört eben dazu. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Das war mal kein Antifußball.

Von der Hertha gibt nichts Positives. Trainer Stefan Leitl wollte noch mehr offensive Akzente setzen und schickte seine Mannschaft mit einem 5-2-3 gegen den Ball (3-4-3 bei Ballbesitz) in Paderborn auf den Rasen. Das Experiment misslang, vor allem im Mittelfeld klafften große Lücken, darunter litt das Aufbauspiel. Das Ergebnis war ein 2:5 Klatsche. Wurde hier die Taktik zur Fallgrube?

In diesem Spiel waren die Berliner in allen Bereichen unterlegen, hatten keine Chance ins Spiel zu kommen. Bereits zur Pause lag Hertha mit 1:3 hinten und wie zufrieden der Trainer mit der Leistung war, zeigte sich darin, dass bereits mit Beginn der zweiten Spielhälfte drei Spieler ausgetauscht wurden. Insgesamt war es ein Tag zum Vergessen und mehr als nur ein Dämpfer für das angestrebte Saisonziel. Solch einen Auftritt dürfen sie sich einfach nicht erlauben.

Hans-Peter Becker

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Ausgeschieden vor besonderer Volleyballtempel-Kulisse

Nach einer klaren Heimniederlage zum Abschluss der Gruppenphase sind die Berlin Recycling Volleys aus der CEV Champions League 2026 ausgeschieden. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielten die Berliner in der Poolphase der Königsklasse vor ausverkauftem Haus, doch gegen ein eindrucksvoll aufspielendes Sir Sicoma Monini Perugia war kein Ankommen. Durch das 0:3 (17:25, 18:25, 20:25) rutschen die Hauptstädter in der Gruppe auf Platz drei und setzen ihre internationale Reise im CEV Cup fort. Dort steigt am 04. März 2026 das Viertelfinalhinspiel gegen Gas Sales Bluenergy Piacenza in Berlin.

Nach eindrucksvoller Eröffnung, bei der 8.553 Zuschauer den Volleyballtempel in Orange und Weiß tauchten, war alles bereitet für einen besonderen Volleyballabend. Alexandre Leal hielt für die volle Max-Schmeling-Halle eine Überraschung in der Startformation bereit. Simon Plaskie durfte anstelle von Kapitän Ruben Schott starten und erzielte auch den ersten Punkt für die Berliner (1:3). Nach guten Abwehraktionen in der Anfangsphase gelang dem Belgier auch der Ausgleich (4:4), dazu setzte Florian Krage-Brewitz im Angriff ein Ausrufezeichen (8:8). Doppel-Weltmeister Giannelli & Co zeigten sich davon erwartbar unbeeindruckt und bewiesen Weltklasse in der Verwertung ihrer starken Block-Feldabwehr (10:13, 12:16). Auch in der Annahme bekamen die BR Volleys zunehmend Schwierigkeiten (13:19, 15:22) und so sorgte der Pole Semeniuk für den ersten Satzgewinn der auftrumpfenden Gäste (17:25).

Der italienische Tabellenführer ließ nicht nach und den BR Volleys gelang es nicht, die nötige Energie zu entfachen. Als der Deutsche Meister auch im zweiten Durchgang deutlich hinten lag (4:9), brachte Leal Ruben Schott und Nolan Flexen in die Partie. Flexen blockte nach überragender Rettung von Kyle Dagostino (7:10), aber die Italiener stoppten Schott per Block nicht weniger spektakulär (8:14). So blieb der Titelverteidiger absolut dominant (10:19), weshalb auch noch Arthur Wehner und Daniel Malescha per Doppelwechsel zeitweise in die Partie kamen. Ein Ass von Krage-Brewitz war ein kurzer Lichtblick (13:20), aber letztlich hatte der Bundesligist wenig zu bestellen (18:25). Für den dritten Durchgang blieben Schott und Flexen auf der Platte und die ersten drei Berliner Punkte gingen auf das Konto des Amerikaners (3:2). Knigges Block gab der Stimmung einen Schub (8:6), doch drei leichte Angriffsfehler später waren die BR Volleys wieder gehörig unter Druck (10:13). Nach zwei Asses von Jake Hanes lag nochmal etwas in der Luft (13:13), allerdings blieb sein Tipp-Versuch im Netz hängen (16:18) und die Männer in Orange fanden keinen Weg aus ihrer Rotation (16:21). Also zauberte Giannelli noch einmal und so besorgte Plotnytskyi seiner Mannschaft sieben Matchbälle (17:24). Zur Freude des Publikums wehrten die BR Volleys drei davon ab, dann setzte Knigge sein Service ins Aus (20:25). Aufseiten der in allen Elementen überlegenen Italiener wurde Giannelli MVP und Wassim Ben Tara Topscorer (15 Punkte). Als einziger Berliner kam Jake Hanes auf einen zweistelligen Wert (14 Punkte). 

In einem dramatischen Match setzte sich Guaguas Las Palmas bei VK Lvi Prag mit 3:2 durch. So zogen die Spanier nach Siegen und Punkten mit den Berlinern gleich, verfügen aber über den besseren Satzquotienten (Las Palmas 12:14 = 0,86, Berlin 10:12 = 0,83) und ziehen in die nächste Runde ein. Als zweitbester Gruppendritter verpassen die BR Volleys auch denkbar knapp den „Bonusplatz“, der noch für die Playoff-Runde gereicht hätte und spielen im CEV Cup weiter. Dort kommt der Gegner ebenfalls aus Italien und heißt Gas Sales Bluenergy Piacenza. Es wartet also der nächste Hochkaräter. Tickets für das Hinspiel sind ab sofort erhältlich.

Stimmen zum Spiel
Simone Giannelli: „Es ist immer schön, in dieser Arena in Berlin zu spielen. Es war eine wirklich tolle Kulisse. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, aber wir haben ein großartiges Match gespielt, in jedem Satz. Wir sind glücklich über das Weiterkommen und den Einzug in die nächste Runde.“ 

Matthew Knigge: „Perugia hat rund um Qualitätsvolleyball gezeigt. Von der Aufschlaglinie haben sie sechs konstante Spieler, dazu drei super Annahmespieler, die uns zu vollem Risiko im Aufschlag zwingen. Auch ihre Block-Defense zwingt uns, nah an der Perfektion zu spielen, um zu punkten. Wenn die Chancen so klein sind, müssen wir perfekt oder exzellent agieren. Davon waren wir heute weit entfernt. Ihr Level kennen wir weder aus dem Training noch aus Pflichtspielen. Jetzt schauen wir nach vorn auf die Aufgaben in der Bundesliga und im CEV Cup. Das heutige Spiel gab uns einen Eindruck, wo wir unser Spiel hinentwickeln müssen, um gegen solche Gegner bestehen zu können.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert + Simon Plaskie (AA), Florian Krage-Brewitz + Matthew Knigge (MB), Fedor Ivanov (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Nolan Flexen, Ruben Schott, Daniel Malescha, Arthur Wehner

Bestwerte
Hanes 14 Punkte, 3 Asse | Krage 5 Punkte, 60 % Angriffsquote | Reichert 62 % pos. Annahme

Christof Bernier/BR Volleys

Credit: © Pressefoto Gora

Berg- und Talfahrt zum Sieg. Füchse gewinnen gegen TVB Stuttgart 37:32

Nach 50 Tagen wieder Füchse-Handball in Berlin. Großer Jubel und Ehrung für die Europameister Gidsel und Andersson und für die „Vize“ Langhoff und Lichtlein. Die Max-Schmeling-Halle ausverkauft. Das Spiel dagegen zunächst ein Stimmungskiller. Das erste Berliner Tor nach 5:32 zum 1:2. Viele technische Fehler, Missverständnisse beim Aufbau, der Auftritt der Gastgeber ohne Struktur. Ernüchterndes Fazit von Trainer Krickau: „Unser Angriff war heute weit weg von unserem Niveau“. Die kleine Hoffnung nach der 6:5-Führung/15. war schnell wieder dahin, weil Stuttgart weiter schnellen und einfachen Handball spielte. Auch zwei rote Karten in der ersten Hälfte brachte die Schwaben nicht von ihrer Linie ab. Mit drei Toren Vorsprung gingen die Gäste in die Kabine – 13:16/30.

Nach offenbar klärenden Worten zur Pause trat ein „verändertes Füchse-Team“ zum zweiten Spielabschnitt auf die Platte. Mit einem 6:1-Lauf innerhalb weniger Minuten wurde das Ergebnis gedreht. „Ich war sehr zufrieden mit unserer Umstellung in der zweiten Halbzeit, wo wir eine ganz andere Angriffsstruktur gezeigt haben“, fand Coach Krickau „Das haben die Spieler gut umgesetzt“. Mit dem 18:17/35. – der ersten Führung der Gastgeber seit der 15. Minute – nahmen die Füchse die Partie in ihre Hand. Mehr Tempo und besserer Zugriff auf die Gegenspieler – so wuchs der Vorsprung kontinuierlich an. Auf dem Weg zum klaren Sieg erzielte Welthandballer Gidsel seinen 200. Saisontreffer. Mit dem 37:32-Erfolg bleibt der deutsche Meister einer der Verfolger von Tabellenführer Magdeburg und damit im Rennen um die Champions-League-Qualifikation.

Das nächste Heimspiel findet am 1. März 2026 statt. Gegner sind dann die Rhein-Neckar Löwen.

Für die Füchse erfolgreich: Darj (3), Andersson (8), Lichtlein (5), Gidsel (7), Freihöfer (8/2), Langhoff (2), av Teigum (4)

Herbert Schalling

Volleyball Sparda 2. Bundesliga Pro Damen: BBSC mit Abend zum Vergessen

BBSC Berlin – NawaRo Straubing        0:3      (-19, -12, -9)

Der Tabellenzweite der Sparda 2. Bundesliga Pro Damen, NawaRo Straubing, präsentierte am Samstagabend, 14.02.2026, dem Berliner Publikum, wie in dieser Liga moderner Volleyball gespielt wird – die Berlinerinnen hatten in der gezeigten Form keine Chance.

Der BBSC trat gegen Straubing zunächst ohne die nicht zur Verfügung stehende Sarah Nur Kayadibi und die gehandicapte Annalena Grätz an. Von der 1. Minute an setzten die Gäste mit ihrem Aufschlagspiel die Berliner Annahme unter immensen Druck – der 5:10 Rückstand war schon ein Ausrufezeichen. In dieser Phase gelang es den Berlinerinnen wenigstens noch, die Angriffspower der Straubinger durch eigenes druckvolles Aufschlagspiel und taktisches Angriffsspiel auszubremsen.

Beginnend mit dem 2. Satz ließen sich die Gastgeberinnen nach Strich und Faden überrennen. Nicht nur die Aufschläge waren reines Gift für die Berliner Annahme (12 direkte Annahmefehler), sondern auch jegliche schnelle Angriffsaktion der Gäste versetzte die Abwehr der Berlinerinnen teils wie geplant in höchste Alarmbereitschaft, aber eben auch teilweise in Schockstarre. Für das Publikum unverständlich war die Anzahl der unnötigen Fehlabstimmungen in der Berliner Abwehr, die man eigentlich glaubte, nach den Verbesserungen der letzten Wochen nicht wieder sehen zu müssen. Daran änderte auch nicht, dass die Trainer Mitte des 2. Satzes noch Annalena Grätz zur Stabilisierung der Annahme auf das Feld brachten. Dies gelang in Bezug auf die von Grätz geleistete Abwehrarbeit ohne Zweifel, doch änderte dies nichts an dem desolaten Gesamteindruck des Teams. Die Berliner Trainer versuchten über einige Wechsel neue Akzente zu setzen, doch konnte keine der eingesetzten Spielerinnen das Ruder herumreißen.

Straubing dagegen zeigte ein außerordentlich gutes Zweitligaspiel mit vielen schnellen und variablen Angriffen, einer sicheren Annahme (nur 3 Fehler), gut strukturiertem Abwehrverhalten und einem zupackenden Block (9 Blockpunkte). Die Angriffe Straubings – selten eine Mannschaft mit so vielen genau gespielten Pipes gesehen – waren sicherlich – egal ob über Valbona Ismaili oder Paula Gürsching (Gäste MVP mit 24 Treffern) gespielt – eine Augenweide für den technisch-taktisch interessierten Betrachter. Bei allem anzuerkennenden Bemühen der Gastgeberinnen: Der BBSC kam kaum durch Block und Abwehr der Gäste hindurch. Die erfolgreichste Berliner Athletin war noch Paula Reinisch, die 12 Treffer erzielte und zur Berliner MVP des Abends gewählt wurde.

Es bleibt dem Berliner Betrachter, den Niederbayern für den geplanten Aufstieg viel Erfolg zu wünschen.

Auch Trainer Manuel Müller gratulierte Straubing „zu einer sehr disziplinierten und aggressiven Leistung – nach dem sicherlich enttäuschenden Spiel am letzten Wochenende gegen Vilsbiburg genau die richtige Antwort. Wir hoffen auf einen ähnlichen Weckruf-Effekt für unser Team am kommenden Wochenende beim Trip nach Planegg und Dingolfing.“

Die nächsten Heimspiele für die Berlinerinnen folgen erst am Wochenende 7. und 8. März 2026 gegen Köln und Planegg.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC

Keine Punkte für den Berliner Profifußball

„Dit war wohl nüscht“ auf gut berlinerisch, so lassen sich die Ergebnisse der „Alten Dame“ sowie der Eisernen vom 22. Spieltag zusammenfassen. Beide beendeten ihren Arbeitstag mit einer 2:3 Niederlage. Dabei hatten sie sich doch so viel vorgenommen. Hertha wollte nach dem unglücklichen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal weiter aussichtsreich im Aufstiegsrennen bleiben. Der Ortsrivale aus Köpenick hat eine Klasse höher das rettende Ufer noch nicht erreicht und wollte alles daransetzen, die Sieglosigkeit im neuen Fußballjahr endlich zu beenden. Die Aufgaben waren für beide anspruchsvoll. Hannover 96 ist in der 2. Bundesliga die Mannschaft der Stunde und Bundesligaaufsteiger HSV hat seine Punkte vor allem in Hamburg geholt. Immerhin waren es 16, bevor die Baumgart Schützlinge dort auftauchten. Vor dem Spiel begrüßte der Trainer des 1. FC Union viele alte Bekannte in der Clubkleidung mit der Raute. Dann war es auch genug mit seinem Herzensverein.

Das Spiel ging, wie zuletzt von den Eisernen gewohnt, in die Hose. Von der Spielanlage sind beide Mannschaften ähnlich. Sie sind nicht unbedingt erpicht auf den Ballbesitz. Ein Blick in die Statistik zeigt, der HSV hat im Durchschnitt 49 % Ballbesitz, die Eisernen bringen es nach 22 Spielen nur auf 41 %. Das ist der geringste Wert alle Erstligisten. Dem Gegner den Ball überlassen, Umschaltmomente kreieren oder Fehler erzwingen und eiskalt zuschlagen. Man spricht inzwischen von Antifußball, den Baumgart verordnet. Egal wie man es nennt, bei Erfolg fragt keiner weiter nach. In Hamburg scheitert Union mal wieder an den eigenen Fehlern. „Der Mann des Spiels“ war für mich Andrej Ilic. Wurde er am Kopf erwischt oder nicht, es war wohl ein Wahrnehmungsirrtum des Schiedsrichters, der Elfer durch Leopold Querfeld saß. Einen Riesenbock vom HSV-Torwart konnte Ilic wenig später nicht nutzen, traf schlicht das leere Tor nicht und als er dann traf, war es zu spät, lediglich der Anschlusstreffer zum Endergebnis. Am Einsatz mangelte es nicht, wie gewohnt ließen die Berliner alles auf dem Rasen. Das allein bringt keine Punkte. Es stellt sich die Frage nach der Qualität im Kader und der taktischen Grundausrichtung.

Die taktische Grundausrichtung soll hier überleiten zu einer kurzen Betrachtung des Spiels der Hertha gegen Hannover. Im Gegensatz zur Partie gegen Freiburg im Pokal, kehrte Stefan Leitl, der für das Spiel gesperrt, nur auf der Tribüne saß, nach einem 5-3-3 wieder zum gewohnten 4-2-3-1 zurück. Hannovers Trainer Christian Titz hatte Herthas Pokalauftritt gründlich studiert und fand die bessere Lösung. Das Verteidigen von Standards ist im Training zu intensivieren. Hertha kam schwer in das Spiel, Hannover verdichtet das Mittelfeld, sodass sich in Halbzeit 1 wenig Tormöglichkeiten für die Hertha ergaben. Die 2:0 Führung zur Halbzeitpause für die Gäste ging in Ordnung.

Bereits zur Pause reagierte die sportliche Führung und wechselte in der Offensive. Ein erfolgreich verwandelter Foulelfer von Fabian Reese brachte wieder Hoffnung in das mit über 41.000 Zuschauern gefüllte Olympiastadion. Hannover gelang in der 71. Minute der dritte Treffer und das war bereits ein bisschen mehr als nur die Vorentscheidung. Es fehlt Hertha an Beständigkeit und einem Knipser. Die Situation im Unterhaus ist eine andere. Die Niederlage ist ein Rückschlag und verschlechtert weiter die Ausgangsposition im Aufstiegskampf. Es ist noch einiges möglich, angesichts der Tabelle, allerdings wird jetzt jedes Spiel mehr und mehr zu einem Endspiel.

Hans-Peter Becker

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Volleyball Sparda 2. Bundesliga Pro Damen: Steigerung in allen Belangen bringt ersten Saisonauswärtssieg für den BBSC Berlin

Sparkassen Wildcats Stralsund – BBSC Berlin                   2:3 (-24, -21, 23, 19, -14)

Mit einer großen Steigerung gegenüber den letzten Vergleichen gelang dem BBSC mit 3:2 der erste Saisonauswärtserfolg in Stralsund.

Nach den letzten noch verlorenen Spielen, aber schon besseren Spielzügen zeigte sich am Samstag, 7.2.2026, eine BBSC Mannschaft, die in allen Belangen deutliche Fortschritte bewies. Die Annahme stand als Bollwerk, sowohl Paula Reinisch (50 Annahmen!!!, davon nur 2 fehlerhafte), als auch Annalena Grätz und Anna-Lena Vogel bewiesen gewachsene Sicherheit. Das Zuspiel verteilte klug die Bälle und auf den Außenpositionen sorgten Grätz mit 21 und Reinisch mit 17 Treffern für immensen Druck auf die Stralsunder Abwehr. Auch die Athletinnen auf der Diagonal- und  Mittelblock-Position reihten sich ein und zeigten gute Erfolgsquoten. Abwehr und Block packten klar wirkungsvoller als noch vor Wochen zu und entschärften die Stralsunder Angriffe viel effektiver als noch im Hinspiel: Die Angriffsquote der Gastgeberinnen lag so nur bei 2/3 im Vergleich zum Oktoberspiel in Berlin. Auch die norwegische Nationalspielerin Mille Kjosaas konnte wie ihre lettische Kollegin Junora Vagele besser kontrolliert werden.

Vom 1. Satz an war der BBSC zunächst immer einen Tick erfolgreicher als die Gastgeberinnen, die sich keinen wesentlichen Vorsprung erarbeiten konnten. Wie im 1. so auch im 2. Satz zeigten die Berlinerinnen zum Satzende Nervenstärke, sich einen kleinen Vorsprung zum Satzgewinn zu sichern. Auch im 3. Satz war man beim 23:23 noch gleichauf, ehe die Hansestädterinnen den Sack zu machten. Stralsund brachte im 4. Satz mit dem Rückenwind dieses Satzgewinns gestiegene Aggressivität aufs Feld, sodass Berlin zur Satzmitte abreißen lassen musste. So musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Zunächst war Stralsund erneut die bestimmende Mannschaft (8:4), ohne dass der BBSC in früheres Nervenflattern versank. Mit dem Glauben an die eigene Stärke drehten die Berlinerinnen den Krimi zur besten Sendezeit zu ihren Gunsten. Nach knapp zweieinhalb Stunden konnten die Gäste endlich ihren zu Recht langanhaltenden Jubel rauslassen.

Über Kampf und Konzentration waren die Berlinerinnen am Samstag zu einer Steigerung in der Lage, die das Berliner Volleyballherz erfreut. Trainer Manuel Müller fielen einige Wackersteine von den Schultern: „Wir haben uns endlich für die immer wieder verbesserte Leistung belohnt. Mit etwas Glück wäre auch ein 3:0 möglich gewesen. Dafür machen wir aber aktuell immer noch ein paar Konzentrationsfehler zu viel. Ein großes Lob ans gesamte Team, das den Grundstein dieses Erfolgs in den letzten Wochen durch sehr diszipliniertes Training gelegt hat. Aus der sehr stabilen Annahme konnten wir ein erfolgreiches Angriffsspiel aufziehen, einer der entscheidenden Unterschiede zu den letzten Wochen.“

Zur Berliner MVP wurde Libera Anna-Lena Vogel gewählt.

Im nächsten Heimspiel trifft der BBSC am 14. Februar 2026 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle auf Straubing.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC