Deutsche Eishockey Liga
14. Spieltag
01.11.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 1:2 (1:1/0:0/0:1)
In der aktuellen Saison stand in der heimischen Arena wieder der „el clasico“ der DEL an. Die Adler aus der Quadrate-Stadt zu Gast bei den Eisbären Berlin. Die Eisbären hatten zu einem Kids-Day eingeladen. Schließlich muss nicht nur auf dem Eis, auch auf den Rängen muss für Nachwuchs gesorgt werden. Als kleiner Gag: Bei der Vorstellung der Spieler wurden auch ihre Kinderfotos gezeigt und statt der bewährten Stimme von Uwe Schumann war eine sehr junge Stimme mit den Durchsagen betraut. Wie in den Spielen mit dem beliebten Kontrahenten gewohnt, es ging gleich ohne Umschweife zur Sache. Beide konnten ein Powerplay nicht nutzen. Dafür bestraften die Gäste in der 14. Minute einen Fehler im Spielaufbau. Maximilian Heim klaute den Puck und bediente Luke Esposito. Im Alleingang konnte Esposito Jonas Neffin mit einem Flachschuss überwinden. Anschließend drängten die Eisbären auf den Ausgleich. Er gelang noch vor der 1. Drittelpause. In der 19. Minute war es Markus Vikingstad, der Maximilian Franzreb überwinden konnte.
Ein erneutes Powerplay für Gäste brachte nichts in die Wertung. Die Gäste spielten etwas abwartend, lauerten auf die Fehler der Eisbären. Ab der 30. Minute wurden die Gäste offensiver und sorgten für einige knifflige Szenen vor dem Eisbären-Gehäuse. Es wurde ein offener Schlagabtausch. Beide Torhüter bekamen einiges zu tun. Am Ergebnis änderte sich bis zur letzten regulären Drittelpause nichts.
Das Schlussdrittel begann noch in der Anfangsminute mit einem Powerplay für die Eisbären. Es fehlte das Glück, immerhin kam es zu zwei Torabschlüssen. Im Schlussabschnitt hatte jeder seine Momente, der Faktor Sicherheit spielte eine größere Rolle. In der 52. Minute rutschte ein Schuss von John Gilmour ins Eisbären-Tor, das war Pech. Eine Minute später war der Puck im Mannheimer Tor, nach einem langen Videostudium entschieden die Schiedsrichter auf kein Tor. Eine glatte Fehlentscheidung. Der Schuss von Ty Ronning war auf dem Weg ins Tor, bevor das Tor verschoben wurde. Da hatten die Eisbären Pech.
In den Schlussminuten das Übliche: Auszeit und empty net, Eisbären verpassen eine Riesenmöglichkeit, die beiden letzten Spielminuten laufen und Mannheim rettet nicht nur den knappen Vorsprung ins Ziel. Zwei Sekunden vor dem Ende trafen die Gäste ins leere Tor. Der Puck von Kristian Reichel landete im Gehäuse. Ein packendes Spiel ging zu Ende. Für die Eisbären blieb nur der verdiente Applaus. Es gibt halt manchmal solche Tage: Erst hat man kein Glück und dann kommen die Schiedsrichter zu merkwürdigen Entscheidungen.
Die Leistung der Streifenhörnchen war sehr diskutabel. Bezeichnend war die Äußerung des Mannheimer Trainers, der die Aufregung über die Aberkennung des Tores zum vermeintlichen Ausgleich zum 2:2 verstehen konnte. „Wäre es umgekehrt, hätte ich mich auch aufgeregt.“ Nun bleibt es bei der umstrittenen Tatsachenentscheidung. Während der Hauptrunde ist das zu verschmerzen. Nicht auszudenken, wenn so etwas in einem Play-off-Spiel passiert.
Die Eisbären wären gern mit einem Sieg in die jetzt bevorstehende Deutschland-Cup Pause gegangen. Sie bleiben Tabellenführer und haben einen Vorsprung von zwei Punkten, trotz eines Rückstands von einem Spiel.
Eric Dubois hat seinen Spielern, sofern sie nicht für den Deutschland-Cup nominiert sind, fünf trainingsfreie Tage verordnet. Das nächste Spiel steht am 10. November 2026 in der CHL bei KooKoo Kouvola in Finnland an. In der DEL geht es am 13. November mit einem Auswärtsspiel in Wolfsburg weiter.
Hans-Peter Becker
Foto: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Neffin (LaFontaine) – Müller, Wissmann (C); Davidson, Smith; Geibel, Mik – Fontaine, Kirk, Ronning; Tiffels (A), Eder, Foudy; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan; Hördler, Wiederer, Pföderl – Trainer: Éric Dubois
Adler Mannheim: Franzreb (Hildebrand) – Kälble, Gawanke; Renouf, Mattinen; Poirier, Gilmour; Nieleck – Heim, Esposito, Ehl; Plachta, Brown, Greco; Schütz, Michaelis, Macek; Kühnhackl, Calce, Reichel – Trainer: Dallas Eakins
Tore
0:1 – 13:53 – Esposito (Reichel) – EQ
1:1 – 18:54 – Vikingstad (Wissmann) – EQ
1:2 – 51:45 – Gilmour – EQ
1:3 – 59:59 – Reichel (Ehl, Mattinen) – EN
Strafen
Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten – Adler Mannheim: 6 (2, 0, 4) Minuten
Schiedsrichter
Marc Iwert, Lukas Kohlmüller (Maksim Cepik, Kenneth Englisch)
Zuschauer
14.200
Bildergalerie von Stephan Wenske



