Gleich mit einem Doppelspieltag zu Hause startet der BBSC Berlin am kommenden Wochenende in die Saison der 2. Bundesliga Nord. Am Samstag, dem 19. September 2026 ist der RC Sorpesee um 18:00 Uhr zu Gast, ehe am darauf folgenden Sonntag um 15:00 Uhr die 2. Mannschaft des Schweriner SC in der Hämmerlinghalle aufschlägt.
Der neue und doch alte BBSC Trainer Jens Tietböhl „kann kaum einschätzen, wo unser Team zu Anfang der Saison steht. Nach unserem Abstieg gab es doch einige Wechsel.“ Noelani Kleiner steht im Zuspiel nicht mehr zur Verfügung, der Mittelblock muss nach dem Weggang von Hanna Lenkey und Sarah Nur Kayadibi sowie endgültig Helena Schmidt und Emily Radügge neu aufgebaut werden. Auch Sophia Minlend sucht neue Volleyballwege.
Zum Aufgebot des Teams gehört nunmehr mit Marie Dreblow wieder eine Spielerin, die schon in früheren Jahren für den BBSC aufgelaufen ist und stets Aktivposten der Mannschaft war. Daneben konnte der Verein fünf Talente aus dem Nachwuchs des eigenen Vereins und des SC Potsdam für das Team gewinnen, die an das Leistungsniveau der 2. Bundesliga herangeführt werden sollen. Da auch die erfahrenen Athletinnen wie Annalena Grätz, Paula Reinisch oder Alina Gottlebe-Fröhlich weiter zur Verfügung stehen und ihre Erfahrung einbringen, geht Tietböhl davon aus, dass das Team durchaus in der Liga mithalten kann. „Wir leben von der Leidenschaft, die wir als Team auf das Parkett bringen wollen. Wenn alle voll engagiert sind und ihre notwendige Entwicklung nehmen, sollten wir nach dem Abstieg eine gute Rolle in der zweiten Liga spielen können.“
Entscheidend wird sein, wie auf den Schlüsselpositionen Zuspiel und Libera die Entwicklung der sehr jungen Spielerinnen auf das notwendige Leistungsniveau voranschreitet. „Die Jungen sind supermotiviert, lernen dazu und werden sicherlich bald die nächsten Entwicklungslevel erreichen. Wir müssen aber Geduld haben und können nicht erwarten, dass von Anfang an alles klappt.“, dämpft Tietböhl die Erwartungen. Dabei freut er sich, dass Lisa Kaiser (vormals Senger) als sehr erfahrene Zweitligazuspielerin trotz noch nicht lange zurückliegender Entbindung zugesagt hat, den Verein im Training zu unterstützen, um den Youngstern Orientierung zu bieten.
Am ersten Spieltag begrüßt der BBSC mit dem Ruderclub Sorpesee einen langjährig bekannten Gegner. Der Verein war 2015 das erste Mal in die 2. Liga aufgestiegen und trotz zweier zwischenzeitlicher Saisons in der 3. Liga lange Jahre das Volleyball-Aushängeschild des Sauerlands. Dies ist umso bemerkenswerter, da der RCS dieses Leistungsniveau fast ausschließlich mit Spielerinnen aus der eigenen Jugend erreichte. Der Verein geht diesen Weg auch dieses Jahr. Der neue Trainer, der 23-jährige Tom Barthel, holte insgesamt fünf Spielerinnen aus den Jahrgängen 2008/2009 für sein Aufgebot, wo sie von den erfahrenen Sorpesee-Urgesteinen wie Michelle Henkies oder Kim Spreyer geführt werden. Vorteil der langfristigen Bindung der Spielerinnen an diesen Heimatverein ist immer die Orientierung auf eine vereinsweit vorherrschende Spielphilosophie, die mit viel Kampfkraft unterlegt ist.
Ein nicht minder spannendes Spiel erwartet die Zuschauer am Sonntag, 20.09.2026 um 15:00 Uhr, wenn die Talente des Schweriner SC zu Gast sind. Im Erstligaverein des vielmaligen Meisters wird die Mannschaft immer als Ausbildungsmannschaft verstanden. Es geht darum, wertvolle Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln und die Talente so zu entwickeln, dass aus dem Reservoir dieser Mannschaft mittelfristig Spielerinnen an das Niveau der ersten Bundesliga herangeführt werden können. In den vergangenen Jahren taten sich die Berlinerinnen regelmäßig schwer gegen die hochgewachsenen und physisch und taktisch bestens ausgebildeten Nachwuchskräfte aus Mecklenburg. Auch in dieser Saison dürften die Schweriner Talente aus den Jahrgängen 2008-2011 dem Leistungsniveau ihrer Vorgänger nahekommen.
Freuen wir uns auf spannende Spiele am Doppelspieltag. Wir hoffen auf lautstarke Unterstützung von den Rängen!
Burkhard Kroll/BBSC Berlin




