Siegesserie der Eisbären hielt auch gegen Mannheim

DEL Saison 2025/26

51. Spieltag

13.03.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:2 (1:2/2:0/1:0)

Im El Clásico der DEL ging es für beide um weitere, dringend benötigte Punkte. Am dringendsten für die Eisbären, die in einem energischen Endspurt die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale anstreben. Die Pre-Playoffs sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Der sechste Platz in der Schlusstabelle der Hauptrunde ist das Ziel. Die Mannheimer können noch den zweiten Tabellenplatz erreichen und würden so auf einen Qualifikanten aus den Pre-Playoffs treffen. Wäre die Tabelle vor Beginn des 50. Spieltages identisch mit der Schlusstabelle, würde sich Adler und Eisbär im Viertelfinale gleich wieder begegnen.

Die Eisbären feierten zuletzt, trotz einiger verletzter Spieler, drei Siege in Folge. Beim unangefochtenen Spitzenreiter, den Kölner Haien, wurden mit einem knappen 1:0 alle drei Punkte mitgenommen. Ein ähnlich knappes Ergebnis erwartete Stürmer Marcel Noebels in einem Interview vor dem Spiel. Zudem wurde von ihm ein Spiel auf hohem Niveau erwartet. Die Siegesserie im Rücken sollte dem Selbstbewusstsein förderlich sein.

Beide Teams konnten vier Sturm- und jeweils drei Verteidigungsreihen aufbieten. Bei den Adlern fehlten Kevin Bicker (Stürmer) Tom Kühnhackl (Stürmer) und Colin Schlenker (Stürmer). Bei den Eisbären ist die Verletztenliste mit sechs Ausfällen etwas länger. Es ging gleich in die berühmten Vollen, keine zehn Minuten waren gespielt und beide hatten bereits ihr Erfolgserlebnis. In der 7. Minute gingen die Eisbären durch Kapitän Kai Wissmann mit 1:0 in Führung, nach grandioser Vorarbeit durch Eric Hördler. Fast wäre in der 8. Minute das 2:0 gelungen, im Gegenzug schlugen die Gäste zu und stellten durch Justin Schütz die Partie wieder pari. In Führung gingen die Gäste in der 15. Minute durch den Adler Kapitän Marc Michaelis. Eine Überzahl der Eisbären fünf Minuten vor dem Ende ging erfolglos vorüber. Mit der knappen Gästeführung ging es in die erste Drittelpause. Bei beiden Gegentoren hatte Jonas Stettmer zunächst den Schuss abgewehrt, die Verteidiger bekamen die Rebounds nicht geklärt. Nach dem ersten Drittel lag Bremerhaven in Nürnberg mit 0:1 hinten.

Es ging hart zur Sache, blieb aber weitgehend im fairen Rahmen des Eishockeys. Die Pause schien den Eisbären gutgetan zu haben. Sie kamen mit neuem Mut aus der Kabine und konnten in der 24. Minute durch Yannick Veilleux ausgleichen. Die Eisbären drückten weiter, bekamen Oberwasser, so sah sich Ex-Eisbär Leon Gawanke wohl gezwungen einen Faustkampf mit Manuel Wiederer anzuzetteln. Unerklärlicherweise mussten beide für fünf Minuten von der Strafbank aus zusehen. Der Torschütze zum Ausgleich musste wegen eines Stockschlags seinem Mannschaftskameraden auf der Strafbank Gesellschaft leisten. Die Strafe für Veilleux war gerade abgelaufen, da erwischte es Marcel Noebels wegen Beinstellens. Es immer nicklicher, versteckte Fouls, leider fing das Clasico an, unter Unfairness zu leiden. Vier Minuten vor dem Ende musste Mannheims Nicolas Mattinen wegen eines hohen Stocks mit Verletzungsfolge für vier Minuten auf die Sünderbank. Diese Überzahl konnten die Eisbären nutzen und gingen in der 38. Minute erneut in Führung.

Mit Beginn des Schlussabschnitts drückten die Adler auf den Ausgleich. Das war nichts für schwache Nerven, etwas anderes konnte nicht erwartet werden. Hoffentlich bleibt alles im Rahmen eines Eishockeyspiels. In der letzten Drittelpause lobte Ty Ronning den Einsatz der Fans in der ausverkauften Arena. Diese Energie ist auf dem Eis spürbar, so seine Aussage.

Wer hat die bessere Idee? Bis zum obligaten Powerbreak gab es einen Chancenvorteil für die Eisbären, auf dem Scoreboard hatte sich aber nichts getan. Acht Minuten vor dem Drittelende hatten die Eisbären wieder eine Unterzahl zu überstehen, ihr Tor blieb sauber. Der Vorsprung hielt bis in die Schlussphase. Jonas Stettmer stand einige Mal im Mittelpunkt. Dallas Eakins nahm früh seinen Goalie vom Eis und da schlugen die Eisbären zu. Marcel Noebels traf ins leere Gehäuse, das sollte es gewesen sein. Die Eisbären empfangen am kommenden Sonntag, 15.03.2026, Red Bull München zum letzten Spiel der Hauptrunde.

Serge Aubin (Cheftrainer Eisbären Berlin): „Es war das erwartet umkämpfte Spiel. Meine Spieler haben heute eine gute Partie abgeliefert. Wir waren von Beginn bereit, haben unser Spiel einfach gehalten und konnten in Führung gehen. Wir sind auch an Mannheims Führung nicht zerbrochen. Wir sind ruhig geblieben, zurück ins Spiel gekommen und haben am Ende des Mittelabschnitts einen wichtigen Powerplaytreffer erzielt. Die Adler haben dann im Schlussdrittel auf den Ausgleich gedrückt. Jonas Stettmer hat aber stark gehalten. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Jonas Stettmer (Torhüter Eisbären Berlin): „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Ich kann mich nur bei meiner Mannschaft bedanken. Die Jungs haben super für mich gekämpft. Wir haben in den letzten Partien eine sehr gute Entwicklung genommen. Der heutige Sieg war sehr wichtig. Wir haben es weiterhin selbst in der Hand, die Hauptrunde auf Platz sechs abzuschließen. Jetzt gilt unser voller Fokus der Partie am Sonntag gegen München.“

Die Eisbären müssen ihr letztes Hauptrundenspiel gewinnen, um direkt in die Playoffs einzuziehen. Bremerhaven liegt vor dem letzten Spieltag zwei Punkte hinter den Eisbären und hat, während die Eisbären mit München einen harten Brocken zu bewältigen haben, Absteiger Dresden zu Gast.

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Mik; Kretzschmar, Smith – Tiffels (A), Pföderl, Ronning; Noebels, Dea, Kirk; Veilleux (A), Vikingstad, Eder; Hördler, Wiederer, Lancaster – Trainer: Serge Aubin       

Adler Mannheim: Franzreb (Willerscheid) – Renouf, Mattinen; Kälble, Gawanke; Gilmour, Kreü – Heim, Esposito, Plachta; Schütz, Michaelis, Ehl; Bennett, Solow, Greco; O’Donnell, Reichel, Proske – Trainer: Dallas Eakins

Tore
1:0 – 06:56 – Wissmann (Hördler, Müller) – EQ
1:1 – 08:14 – Schütz (Renouf, Ehl) – EQ
1:2 – 14:08 – Michaelis (Mattinen, O’Donnell) – EQ
2:2 – 23:43 – Veilleux (Müller, Vikingstad) – EQ
3:2 – 37:04 – Lancaster (Ronning, Kirk) – PP1
4:2 – 57:39 – Noebels – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 15 (0, 9, 6) Minuten – Adler Mannheim: 15 (2, 9, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Andre Schrader, Martin Frano (Maksim Cepik, Vincent Brüggemann)

Zuschauer
14.200

Spandau-Sieg in Duisburg bedeutet Platz zwei für die Playoffs

Wasserball Bundesliga 2025/2026

13. Spieltag 14. März 2026

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Schwimmstadion Wedau, Margaretenstraße 11, 47051 Duisburg

Schluss-Spurt in der Punkterunde der A-Bundesliga und nahezu alles ist bereits geklärt. Noch zwei Spieltage für die acht Teams. Geschehen keine sportlichen Wunder, stehen die Plätze von 1 bis 8 für die Playoffs so gut wie fest. Titelverteidiger Waspo Hannover, aktuell mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze, dürfte diese Position in den Partien beim OSC Potsdam und daheim gegen die Wasserfreunde Spandau 04 behaupten. Die Berliner sind mit fünf Punkten vor dem ASC Duisburg wohl nur im Worst Case noch von den Westdeutschen von Rang zwei zu verdrängen, aber rechnerisch ist es noch möglich. Die Punktevergabe generell lautet: drei Punkte für den Sieger bei regulärer Spielzeit, bei Remis und einem daraufhin folgenden 5m-Werfen erhält der Sieger 2 Punkte und der Verlierer 1 Punkt (wie bei Spandaus Auswärtsauftritt Ende November 2025 bei den White Sharks Hannover, im Entscheidungswerfen 4:3 und damit 16:15 gewann).

Eine Rechnung für das Ranking hinter dem wahrscheinlichen Hauptrunden-Sieger Hannover ist relativ einfach. Gewinnt der ASC Duisburg am kommenden Samstag gegen Spandau und im letzten Spiel der Vorrunde beim Lokalrivalen Duisburger SV 1898, könnten die Duisburger auf den 2. Platz aufsteigen, falls die Berliner ihr letztes Spiel in Hannover ebenfalls verlieren sollten.

Die Spandauer fahren nach Duisburg, um zu gewinnen. Trainer Restovic hat sein Team bestens dafür vorbereitet, ist allerdings gewarnt, dass es kein Spaziergang für seine Spieler werden wird. Die Duisburger zeigten vor 14 Tagen gegen Hannover, was sie können, indem sie bis zum 2. Viertel auf Augenhöhe mithalten konnten. Am Ende siegte Waspo mit 17:14.

Beide Vereine haben sich zuletzt formstark und ambitioniert gezeigt. „Wir erwarten ein Wasserballspiel auf hohem Niveau, bei dem Herz und Leidenschaft gefordert sind“, sagt Marin Restovic, Chefcoach der Berliner.

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Ein Abend voller Herzlichkeit…


und zwei Themen: 1. Karl Heinz Granitza, ein Wiedersehen mit Freunde, geschätzte alte Erinnerungen und 2., fast zur selben Stunde, die Heimreise von Florian Zschiedrich, ZDF-Moderator bei den Paralympics aus Cortina d‘ Anpezzo/Italien – zweimal Bus und Bahn per Flieger von Innsbruck nach Wien, entsprechender Aufenthalt, dann von Wien weiter bis Berlin. Bei der Landung soll eine Drohne unmittelbar vor dem Aufsetzen die Landung verhindert haben. Der Umsicht des Piloten war es wohl zu verdanken, in sekundenschneller richtiger Entscheidung, eine mögliche Kollision verhindert zu haben. Den Insassen wird es verborgen bleiben, was hätte passieren können und was war überhaupt passiert. Vorübergehend, die Agenturen meldeten 30 Minuten, wurde der BER geschlossen. Start- und Landeverbot, auch andere Flieger mussten entweder in der Luft bleiben oder wurden nach Leipzig oder Dresden umgeleitet. Einige geplante Abflüge wurden ganz gestrichen. Die Passagiere, die letztlich das Glück hatten in Berlin zu landen, bot sich ein ungewohnt leerer Anblick des Berliner Flughafens. Laut einem Sprecher des BER handelte es sich bei der Unterbrechung um eine „Standardprozedur“, um mögliche Kollisionen mit Flugzeugen zu verhindern. Im Anschluss berieten Landespolizei und Bundespolizei gemeinsam über das weitere Vorgehen. Eine konkrete Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

Uwe Ziesmer, Peter Kuschke und Christian Zschiedrich beim Tegeler Gespräch

Trotzdem geschockt von der Nachricht war der Vater Christian Zschiedrich. In der trauten Runde des Tegeler Gesprächs mit Karl Heinz Granitza wurde er blass.

Das Wiedersehen mit Karl Heinz Granitza hatte für viele Nordberliner und den Freunden vom Ursprungsverein Borsigwalde Seltenheitswert. Das Buch „KING BOMBER KARL“, erschienen aus Anlass der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und stieß auf großes Interesse. Schließlich war Granitza bekannt für besondere Geschichten als einstiger Torschützenkönig von Hertha BSC. Er schilderte, dass er, zu Zeiten von Franz Beckenbauer, von dem hoch verschuldeten Verein Hertha BSC nach Amerika verkauft wurde. Interessant, was er alles in Amerika erlebte und welch beachtliche Erfolge vorzuweisen waren. Mit dem Verein Chicago String konnte Granitza zweimal die Meisterschaft erringen. Er ließ nichts aus, auch seine Gründe für die Rückkehr nach Deutschland. Und mir gegenüber betonte er immer wieder die wohltuende Zusammenarbeit in „tausend“ Interviews.

Bleibt Gott zu danken, die Gefahr wurde im letzten Moment gemeistert? Sportler und Reporter sind heutzutage auf die Flieger angewiesen – auf Idioten und Verbrecher nicht! Wer weiß, was in den nächsten Tagen herauskommt oder verschwiegen wird. Was könnte dahinter stecken?

Christian Zschiedrich

Fotos: Christian Kukuk, Britta Zschiedrich, Uwe Ziesmer

Volleyball Sparda 2. Bundesliga Pro Damen: BBSC mit Wochenende ohne Fortune

Die beiden Spiele am Wochenende (7./8.3.2026) absolvierte der BBSC Berlin ohne Punktgewinn. Gegen den Tabellensechsten aus Köln holte man in einem engen Spiel immerhin einen Satz, gegen den Tabellenvierten TV Planegg Krailling gelang den Berlinerinnen kein Achtungserfolg.

BBSC Berlin – DSHS Snowtrex Köln   1:3      (24, -20, -18, -23)

Von der 1. Minute an duellierten sich die Mannschaften auf ähnlichem Niveau. Der BBSC wollte unbedingt die Fortschritte im Training der letzten Woche umsetzen und startete stark und motiviert ins Spiel. So ging der 1. Satz an die Gastgeberinnen. In den folgenden Spielabschnitten setzten sich die Gäste mit leichten Vorteilen durch, ohne dass der BBSC enttäuschte oder den Anschluss verlor. Das Team fightete in allen Besetzungen – so trugen sich 12 Athletinnen in die Scorerliste ein, die meisten Punkte erzielte Annalena Grätz mit 14.

Der Erfolg zugunsten der Rheinländerinnen ging ähnlich wie im Hinspiel auf Diagonalangreiferin Emelie Siegner und Zuspielerin Annika Stenchly mit ihrem variablen und schnellen Spielaufbau zurück. Siegner erzielte bis zu ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden (von Berlin aus herzliche Genesungswünsche!) Anfang des dritten Satzes bereits 11 Treffer und wurde danach nahtlos von Maike Brönhorst ersetzt. DSHS SnowTrex Köln zeichnete sich ganz deutlich auch durch mannschaftliche Geschlossenheit aus und das Niveau der Ergänzungsspielerinnen aus.

Zum MVP wurden Annalena Vogel und Hannah Mörke gewählt. Berlins Trainerin Katharina Kummer, die den erkrankten Manuel Müller vertrat, zeigte sich von der Leistung ihres Teams angetan. „In Satz 2 und 4 hat uns am Ende etwas die Konzentration gefehlt, schade, hier hätten wir uns selbst mit einem Punktgewinn belohnen können.“

Die Kölner bedankten sich übrigens bei dem Berliner „Physiotherapeuten Kai Kummer, der schon während des Spiels und auch nach dem Spiel sich um unsere Spielerinnen mit gekümmert hat, was nicht selbstverständlich ist.“

BBSC Berlin – TV Planegg Krailling    0:3      (-12, -11, -29)

Völlig anders als am Samstag stellte sich das Sonntagspiel gegen die Randmünchener dar. Diese hatten aus dem Spielverlauf vor 14 Tagen in Planegg, als der BBSC 2 Sätze holte, ihre Konsequenzen gezogen und begannen von Anfang an nicht nur hochkonzentriert und mit wenigen Fehlern, sondern auch mit Aufschlagdruck (12 Asse) und hohem Tempo. Geführt von der erstligaerfahrenen Zuspielerin Elisabeth Kettenbach wurde ein schnelles Spiel über Außenpositionen und Mitte zelebriert, mit dem die Berlinerinnen überhaupt nicht zurechtkamen. Dazu kamen „viele Eigenfehler, den Matchplan haben wir leider nicht umgesetzt“ konstatierte Trainerin Katharina Kummer. Die meisten Berliner Punkte gelangen noch Paula Reinisch mit 11 und Maja Pahlke mit 8 Treffern.

Zu Beginn des 3. Satzes gab Planeggs Trainer Josef Wolf einem Teil seiner Stammspielerinnen eine Auszeit und der BBSC witterte Morgenluft. Nach wenigen Minuten stand es 7:1 für die Gastgeberinnen und auch nach dem Rückwechsel auf der Zuspielposition auf Elisabeth Kettenbach hielten die Berlinerinnen mit und verlangten den Gästen einiges ab. Beim 21:16 schien der erste Satzerfolg für den BBSC in greifbarer Nähe, doch die Gäste drehten hochmotiviert noch einmal auf und sicherten sich den 3:0-Auswärtssieg.

Auf Berliner Seite wurde Paula Reinisch mit der MVP Medaille ausgezeichnet, bei Planegg erhielt die Diagonale Joana Huber – am Sonntag mit 18 Treffern – die Ehrung.

Für den BBSC folgt das nächste Heimspiel bereits am kommenden Samstag, 14.03.2026 um 20.00 Uhr in der Schmelinghalle gegen Eintracht Spontent Düsseldorf.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Annalena Grätz, Angelina Meyer, Maja Pahlke, Hanna Christin Lengkey, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva

Burkhard Kroll/BBSC

Pech und Glück im Berliner Profifußball

Am Internationalen Frauentag haben sicherlich auch die weiblichen Anhänger den Weg in die Stadien gefunden. Freuen konnten sich die Herthanerinnen, dagegen bekamen die Unionerinnen kein Geschenk von ihren Profis. Am frühen Nachmittag brachte Hertha alle drei Punkte von den abstiegsbedrohten Preußen aus Münster mit. Zwei späte Tore, jeweils in der Nachspielzeit der Halbzeiten, brachten im LVM-Preußenstadion den Sieg. Für Hertha soll es ein Spiel um die goldenen Ananas gewesen sein. Ich weiß nicht, wie es in einigen Medien zu solchen Formulierungen kommen kann. Selbst wenn dass angestrebte Saisonziel hinterm Horizont entschwunden scheint, es ist bezahlter Fußball, jeder Punkt zählt für die Geldtabelle und die Siegprämie für den Spieltagskader ein zusätzlicher Anreiz. Über die Qualität des Spiels wollen wir größtenteils schweigen. In der ersten Halbzeit war Hertha das aktivere Team, bis zur Strafraumgrenze sah alles ganz manierlich aus. Ein Foulelfmeter, verwandelt durch Kapitän Fabian Reese, sorgte für die Führung. Leider fing Reese sich anschließend die fünfte Gelbe ein und wird im folgenden Heimspiel gegen Bochum fehlen. Das war dann auch der Grund für seine Auswechselung in der 73. Minute. Da wurde bereits probiert, wie es ohne den Käpt`n gehen könnte. Für Reese kam Marten Winkler, da stand es 1:1. Hertha war noch halb in der Kabine, ein Eckball in der 46. Minute bescherte Münster den Ausgleich. Ein Kuriosum hielt das Spiel zusätzlich parat, dem Schiedsrichter Felix Bickel wurde beim Videobeweis der Stecker gezogen. Statt der Videobilder des vermeintlichen Fouls an Michael Cuisance durch Münsters Niko Koulis, (gebürtiger Berliner und ehemaliger Spieler von Hertha II) sah er nur schwarz. Nach der mündlichen Schilderung aus dem Kölner Keller entschied er auf Strafstoß. Eine krasse Fehlentscheidung war es nicht, Koulis ging sehr ungeschickt hin, zuvor war Cuisance auch auf den Ball getreten und so aus dem Tritt gekommen.

Das Hertha-Glück perfekt machte der eingewechselt Marten Winkler. Münster drückte auf den Siegtreffer Hertha konterte und schlug in der Nachspielzeit zu. Ein blinder Elfer und ein Konter brachten den Sieg warum nicht. Es sind noch 27 Punkte zu vergeben und 8 Punkte Rückstand auf die begehrten Plätze. Die Sonne bleibt sichtbar.

Hoffentlich dämmert sie nicht weiter bei den Eisernen. Sie erlebten ein Fiasko im Heimspiel gegen Werder Bremen. Sie gingen zwar durch einen verwandelten Strafstoß durch den Ex-Bremer Derrick Köhn mit 1:0 in Führung. Nur eine Minute später nahm das Unheil seinen Lauf. Andras Schäfer flog mit glatt Rot vom Platz, eine wohl zu harte Entscheidung, erst am Trikot gezerrt und dann dem Dänen Jens Stage auf den Fuß gestiegen. Da es keine deutliche Fehlentscheidung war, griff der Videoschiedsrichter nicht ein. Die Statik des Spiels veränderte sich umgehend. Warum eigentlich, einen Plan B für diesen Fall hatten sie offenbar nicht. Fortan dominierte Werder und drehte das Spiel bis zur Halbzeitpause. Hätte Steffen Baumgart spätestens mit Beginn der 2. Halbzeit reagieren müssen. Es ging nichts, Bremen baute den Vorsprung in der 66. Minute weiter aus und führte mit 3:1. In der Nachspielzeit erhöhte Patrice Covic (ausgebildet bei Hertha BSC) auf 4:1. Auf der Tribüne jubelte der stolze Vater Ante Covic (aktuell Trainer von Herthas U 19) mit.

Union muss jetzt höllisch aufpassen, nicht weiter in einen Abstiegsstrudel zu geraten. Es sind nur vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Der kommende Gegner SC Freiburg auswärts, hat nichts zu verschenken. Nach Freiburg ist vor dem FC Bayern, mehr muss man dazu nicht sagen.

Hans-Peter Becker

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Lieber Frank Toebs !
Welch eine erfreuliche Nachricht in Deinem Artikel. Ja, ich war auch Mitarbeiter der Fußball-Woche (vor 30 Jahren) und fühle mit allen Gleichgesinnten, die ohne Vorwarnung mit der Einstellung der doch recht beliebten Wochenzeitschrift konfrontiert wurden.

Als Herausgeber und Chefredakteur von TV Sport in Berlin hatte ich 25 Jahre lang mit finanziellen Problemen zu kämpfen, musste an den Erwerb von Senderechten, zusehends teurer werdende Produktionskosten, insbesondere für die Technik, sowie an Auflagen der Medienanstalt und steigende Gebühren für die Ausstrahlung denken. Als ich mit einem stark minimierten Team „www.sportick.eu“ ins Leben rief, ziehe ich mit meinen 87 Jahren gern den Vergleich, diese Aufgaben mit gleicher Freude, aber nun wesentlich entspannter bewältigen zu können. Immerhin zählte ich jeden Montag zu den absolut regelmäßigen Käufern der beliebten und informativen Fußball-Woche, insbesondere für den Amateur-Fußball. Wo hat oder hatte er sonst so ein Podium?

Ebenso aufbauend wurde ich dieser Tage sehr freundlich begrüßt: „Wer hat schon 25 Jahre lang eine lokale Fernsehsendung erfolgreich betrieben“? Vielleicht war es tröstend gemeint. Die Zahl der Fußballerinnen und Fußballer organisiert in den Vereinen in Berlin ist beträchtlich.

Wahrhaftig, es gibt Enthusiasten, das Fachblatt für Fußballer wieder erscheinen zu lassen. Hurra! Die gemeinsame Beratung nennt ein paar Fragen, die es noch zu klären gibt und auch ein paar Hindernisse, die aus dem Weg zu räumen sind. Das erste Saisonziel ist wohl (sehr spannend) nahe. Zur neuen Saison 2026/27 sollte es, zur Freude der Willigen und Leser, geschafft sein. Fürs Erste soll ein Sonderheft erscheinen. „Wir schaffen das“, es geht ans Eingemachte. Viel Glück und Stehvermögen sind allen zu wünschen…..
Christian Zschiedrich

Die Fußball-Woche hat neue Eigentümer

So sah es aus, das letzte Titelblatt. Die beliebte Fachzeitung Fußball-Woche („FuWo“) stellte am 13. Oktober 2025 das Erscheinen ein. Besonders viele ältere Leser atmeten tief durch, denn das Ende kam plötzlich. Die Mehrheit der Mitarbeiter war ebenfalls zuvor nicht informiert worden. Der Berliner Amateurfußball hatte sein Sprachrohr über Nacht verloren. Es sah lange nicht nach einer Idee zu einer Neuauflage aus. Print? Ist das überhaupt noch zeitgemäß? So fragten sich manche, die selbst auch schon länger keine Ausgabe mehr kauften. Das wäre aber unbedingt nötig gewesen, um ein interessantes E-Paper und eine moderne Webseite zu finanzieren. Noch günstiger (3,50 Euro) konnte bei wenig Printwerbung das Blatt nicht erstellt werden. Bekannt wurde nach der Einstellung leider, dass die „Paywall“, also die Bezahlschranke, in der Online-Präsenz inhaltlich leicht umgangen werden konnte. So etwas hätte nicht passieren dürfen. Es war dabei nur ein weiteres Steinchen im Mosaik mit dem Titel „Unzeitgemäße Form der Berichterstattung“.

Nun wurde bekannt, dass am Montag der Woche zu einem Treffen in den alten Redaktionsräumen gebeten wurde. Gastgeber waren nach der Abwicklung des Insolvenzverfahrens zwei mutige Kaufleute. Vater und Sohn aus der Familie Loest, die sonst vor allem als (Vorstands-) Mitglieder beim Oberligisten Eintracht Mahlsdorf bekannt sind. Sie sind die neuen Eigentümer des Traditionsblattes. Etwa zwanzig Teilnehmer berieten und tauschten sich dort zu einem Neustart aus. Die Loests sind dazu bereit. Ein Teilnehmer formulierte es so: „Sie brennen. Wenn jemand eine Neuauflage möglich macht, dann sie.“

Der Titel, das Archiv und die Redaktionsräume am alten Standort in der Tiergartener Lützowstraße sind gesichert. Die neuen Eigentümer haben vor, im April eine Art Crowdfunding zu starten. Die Fußball-Verbände aus Berlin (BFV) und vom Nachbarn, dem NOFV, sollen erneut um Unterstützung gebeten werden. Gleiches gilt für den Landessportbund, der bis zur Abwicklung eine Seite mit eigenen Berichten in der FuWo platzierte. Es sollen eine App und neue Webseite in Bearbeitung sein. In den Druck gehen soll mindestens ein Sonderheft, die traditionelle Einstimmung zum Saisonstart mit Fotos und Kadern der Klubs. Zum Beginn der Spielzeit 2026/27 möchte man dann auch wieder ein modernisiertes Blatt am Montagmorgen in den Verkaufsregalen sehen. Zunächst aber spricht man von Arbeitsgruppen, die noch einzelne Stufen in der Vorbereitung abgleichen sollen.

Was mit der aufwändigeren Erstellung (Print und Online) und der weiteren Redaktionsarbeit der vorherigen Mitarbeiter geplant ist, scheint bisher noch im Ungewissen zu liegen. Wie stets, wird es wohl auch um Bezahlung und überhaupt Kosten gehen – und um Sicherheit eines Arbeitsplatzes. Im Moment soll nach Aussage eines weiteren Teilnehmers deshalb die Suche nach redaktioneller Leitung des Projekts noch in vollem Gange zu sein. Viele der bisherigen freien Mitarbeiter würden sicher in ähnlicher Form wie bis zum 13. Oktober vergangenen Jahres wieder dazu stoßen.

Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Ein Anfang scheint gemacht. Die Möglichkeit, wieder ein Sprachrohr für den Amateurfußball Berlins zu sichern, scheint nicht völlig utopisch. Wobei: werden auf Influencer-Content geeichte jüngere Leser und Leserinnen noch mit guter Berichterstattung und klassischen Interviews – ohne vordergründige Sensationen – zum Kauf gelockt werden können? Spätestens im August dieses Jahres – wenn der Ball wieder überall rollt – wissen alle mehr. Bereits jetzt hofft auch ein ehemaliger Mitstreiter wie ich, dass es zu einem Neustart kommt.

Frank Toebs

Eisbären verlieren ein wichtiges Spiel um Platz sechs

DEL Saison 2025/26

47. Spieltag

01.03.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:3 (1:2/0:1/0:0)

Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt…., den Eisbären bot sich am ersten Tag im März des Jahres 2026 eine Gelegenheit die laufende Saison weiter zu retten. Ein Punkt trennte beide Mannschaften vor dem Spiel. Der aktuelle Tabellensechste Bremerhaven wollte alles daransetzen diesen Platz zu verteidigen. Die Eisbären hatten sich vorgenommen, mit einem Sieg, möglichst mit drei Punkten, an den Bremerhavener vorbeizuziehen. Bei einer Niederlage der Eisbären würde sich die Ausgangslage für den amtierenden Meister weiter verschlechtern und die Teilnahme an den Pre-Playoffs drohen.

Vor dem Spiel fand die Bannerzeremonie für einen weiteren ewigen Eisbären statt. Florian Busch, am 2. Januar 2026 41. Jahre alt geworden, spielte 18 Jahre lang für die Eisbären. Er war neben Eric Hördler, Jens Baxmann und Andre Rankel, ein Spieler aus dem goldenen 85er-Jahrgang der unter Pierre Page den Sprung aus dem Nachwuchs zu den Profis schaffte. Sein erstes DEL-Spiel für die Eisbären absolvierte er in der Saison 2002/03 und sein letztes am 15. September 2019. Insgesamt waren 793 Spiele in der DEL, dabei erzielte er 793 Punkte. Außerdem trug er 43-mal das Nationaltrikot, 2006 war bei Olympia in Turin dabei. Er hat seine Spuren in Berlin hinterlassen. Unvergessen sein Tor in der Overtime im vierten Play-off-Finalspiel 2008 in Köln zum dritten DEL-Titel der Eisbären. Der heute wieder in Tegernsee lebende Busch, der seine bayerische Herkunft stets betonte und stolz darauf ist, wollte als Spieler nie weg aus Berlin. Es gab einige Stimmen die meinten, dass er aus seinem Talent hätte noch mehr machen können.

Nach der Bannerzeremonie mit launiger Ansprache von Florian Busch an die Fans in der Arena erwischten die Eisbären einen schlechten Start. Bereits in der 2. Spielminute gingen die Gäste aus Bremerhaven in Führung. Ex-Eisbär Nino Kinder wurschtelte trotz Bedrängnis eines Eisbären-Verteidigers die Scheibe ins Tor. Anschließend drückten die Eisbären auf den Ausgleich. Einen abgeprallten Puck schnappte sich in der 13. Minute C. J. Smith und erzielte im Alleingang das 2:0. Das war bitter, zuvor hatten die Eisbären, Powerplay und gute Chancen. Der Anschlusstreffer gelang in der 15. Minute. Für Bremerhaven war eine Strafe angezeigt und sechs Eisbären schafften es, den Puck in das Tor zu befördern. Torschütze war Leonhard Pföderl. So ging das Anfangsdrittel knapp an die Mannschaft aus Fischtown.

Es war im ersten Drittel nicht das Spiel der Eisbären. Drei Minuten waren im Mittelabschnitt gespielt, da checkte der Kapitän der Gäste Lean Bergmann in der neutralen Zone nieder. Bergmann versuchte sich handgreiflich zu revanchieren, bekam zwei Minuten und Christian Wejse durfte vorzeitig duschen. Immerhin hatten die Eisbären eine dreiminütige Überzahl und Möglichkeiten. Die Endstation vor der Torlinie hieß Kristers Gudlevskis. In der 35. Minute fing sich Korninian Geibel eine unnötige Strafe wegen einer Behinderung ein. Er musste sie nicht in voller Länge absitzen, Miha Verlice drückte den Puck hinter die Linie und die wieder war es ein Rückstand von zwei Toren. Wieder ein langer Weg zurück, hinzu kam ein Kristers Gudlevkis der einen sehr guten Tag erwischt hatte. In der 37. Minute wurde Jonas Müller nieder gecheckt. Es gab für den Sünder Adam Colt Conrad, nach Sichtung der Videobilder, nur zwei Minuten wegen Behinderung.

Vor dem Schlussdrittel stand die Frage, finden die Eisbären einen Weg zurück? Bremerhaven verteidigte und die Eisbären waren Dauergäste vor dem Gästetor. Es war ein fruchtloses Bemühen. Die Mannschaft von der Nordsee war clever und hatte einen guten Torwart. Eine dumme Strafe für Ty Ronning, wegen Beinstellens kostete zusätzlich Zeit. Der Anschlusstreffer hätte neue Kräfte freisetzen können. In den letzten fünf regulären Spielminuten wurde es in der Arena immer stiller, der Anhang aus Bremerhaven war deutlicher zu vernehmen. Bereits drei Minuten und 24 Sekunden vor dem Schluss nahm Serge Aubin den Goalie vom Eis. Das Problem Überzahl, die drohende Niederlage konnte nicht mehr abgewendet werden.

Hans-Peter Becker

Avatar von Hans-Peter Becker

Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Reinke; Geibel, Mik – Kirk, Eder, Lancaster; Noebels, Pföderl, Ronning; Tiffels (A), Vikingstad, Veilleux (A); Hördler, Wiederer, Bergmann – Trainer: Serge Aubin       

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Gudlevskis (Hungerecker) –Byström, Eminger; Abt, Bettahar; Hirose, Bruggisser; Rausch – Verlic, Jeglic, Smith; Görtz, Miele, Conrad; Herrmann, Friesen, Kinder; Mauermann, Wejse, Jensen – Trainer: Alexander Sulzer

Tore
0:1 – 01:37 – Kinder (Herrmann, Bettahar) – EQ
0:2 – 12:11 – Smith – EQ
1:2 – 14:46 – Pföderl (Noebels, Müller) – 6-5
1:3 – 33:17 – Verlic (Conrad, Hirose) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (4, 4, 2) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 33 (6, 27, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Sean MacFarlane (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Zuschauer
14.200

Internationaler Tag des Eisbären und Sieg gegen Iserlohn

DEL Saison 2025/26

46. Spieltag

27.02.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:2 (1:1/1:0/3:1)

Mit Volldampf in den Endspurt der Hauptrunde der DEL, so die Hoffnung der Fans der Eisbären. Drei Heimspiele in Folge, ein zusätzlicher Grund, mit geblähten Segeln einen sicheren Playoff-Hafen erreichen zu können. Der sichere Hafen heißt Platz 6 der Schlusstabelle, um das Lotteriespiel Pre-Playoffs zu umgehen. Nach der Niederlage im Heimspiel Nummer Eins stellten sich die Iserlohn Roosters in der Arena vor. Die Mannschaft aus dem Sauerland kämpft noch um Platz 10, um die Teilnahme an den Pre-Playoffs, was die Eisbären für ihren Teil verhindern wollen.

Die Iserlohner hatten im Spieltag zuvor, während die Eisbären über eine Niederlage quittieren mussten, überraschend bei den Nürnberg Ice Tigers gewonnen. Beiden waren also hieß auf Punkte.

Das Anfangsdrittel verging mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Sie waren bemüht. Große Torchancen ergaben sich nicht. Die Gäste waren zunächst auf Sicherheit bedacht und lauerten auf eventuelle Fehler. Es gab bis zum Powerbreak kaum Unterbrechungen. In der 15. Minute beförderte Iserlohns Julian Naparvnik den Puck hinter die Bande und musste von der Strafbank ansehen, wie Eisbären das Powerplay für den Führungstreffer nutzten. Es war Marcel Noebels, der die Vorlage von Mitchell Reinke per One-timer nutzte und Andreas Jenike im Tor der Roosters überwinden konnte. Es sprach einiges dafür, dass die Eisbären ihre Führung mit in die erste Pause nehmen konnten. Sie überstanden eine Überzahl, 50 Sekunden vor der Sirenen klingelte dann doch im Eisbärentor. Einen Moment nicht aufgepasst und es war passiert. Ein schneller Querpass, die Torecke war frei und Christian Thomas konnte den Puck im Tor unterbringen. Alles wieder von vorn mit Beginn des Mittelabschnitts.

Im Mittelabschnitt war noch nicht ganz eine Minute gespielt, da durfte die Arena wieder jubeln. Liam Kirk stibitzte den Punkt an der roten Linie und war auf und davon. Er überraschte Jenike mit einem Flachschuss in die kurze Torwartecke. Ein weiteres Powerplay in der 30. Minute konnten die Eisbären nicht nutzen. Sie versuchten Druck zu machen und ein weiteres Tor nachzulegen. Ein kleinerAufreger dann in der 34. Minute, Iserlohn traf die Latte. Vorsichtshalber gab es eine Überprüfung der Videobilder, es blieb bei der Entscheidung, kein Tor. In der 38. Minute erwischte es die Eisbären erneut mit einer Strafzeit, die sie schadlos überstanden.

Für den Schlussabschnitt hatte Eisbärenverteidiger Adam Smith im Pauseninterview. Wir müssen ein drittes Tor nachlegen sonst könnte es schwer werden. Iserlohn kann schnell zurückschlagen. Leider hatte er recht. Den Eisbären gelang schnell das 3:1. Lester Lancaster packte einen Vorschlaghammer aus und beförderte den Puck unter der Latte ins Tor, so geschehen in der 42. Minute. Nur zwei Minuten später war der etwas komfortablere Vorsprung wieder dahin. Powerplay für Iserlohn und es war der Roosters Kapitän Colin Ugbekile, der eine Vorlage von Taro Jentzsch veredelte. So blieb es spannender als nötig.

In der 51. Minute stellte erneut Lancester, eigentlich ist ja mehr für das Verhindern von Toren zuständig, den alten Vorsprung wieder her. Das Tor war eine Gemeinschaftsproduktion der vierten Sturmreihe, Lancester, Manuel Wiederer und Eric Hördler.

In der Schlussphase fingen sich die Gäste noch eine Strafzeit ein. Erleichterten den Eisbären etwas die Aufgabe, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Der Dreier war im Kasten und aus Bremerhaven kam die Kunde, dass der Platz 6 bis auf einen Punkt herangerückt ist. Mit der Schlusssirene fiel sogar ein weiterer Treffer. Markus Vikingstad traf in leere Tor

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Müller, Wissmann (C); Geibel, Reinke; Niemeläinen, Smith – Kirk, Eder, Bergmann; Noebels, Pföderl, Ronning; Veilleux (A), Vikingstad, Tiffels (A); Hördler, Wiederer, Lancaster – Trainer: Serge Aubin       

Iserlohn Roosters: Jenike (Hane) – Ugbekile, Norell; Lassen, Erkamps; Niehus, Huss; Radionovs – Boland, Eisenmenger, Thomas; Camara, Cornel, Törnqvist; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Geiger, Neumann, Borzecki – Trainer: Stefan Nyman

Tore
1:0 – 15:56 – Noebels (Reinke, Eder) – PP1
1:1 – 19:10 – Thomas (Lassen, Salsten) – EQ  
2:1 – 21:26 – Kirk – EQ
3:1 – 41:42 – Lancaster (Wissmann, Hördler) – EQ
3:2 – 43:47 – Ugbekile (Jentzsch, Camara) – PP1
4:2 – 50:19 – Lancaster (Wiederer, Hördler) – EQ
5:2 – 59:59 – Vikingstad (Bergmann, Veilleux) – EN  

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (4, 2, 4) Minuten – Iserlohn Roosters: 8 (2, 4, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Christopher Schadewaldt, Zsombor Pálkövi (Kenneth Englisch, Vincent Brüggemann)

Zuschauer
14.200

Keine Spannung erwartet im Berlin-Derby

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: Samstag, 28.02.2026 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zu vierten Mal treten die Wasserfreunde Spandau 04 in der 1. Bundesliga im Jahre 2026 nach der langen EM-Pause am Samstag im nationalen Oberhaus an. Beim OSC Potsdam (22:9), daheim gegen den SV Cannstatt (23:7) und beim Duisburger SV 1898 (24:11) zeigten sich die Schützlinge von Trainer Marin Restovic jeweils torhungrig und spielfreudig. Nun folgt am Samstag, 28.02.2026 in der heimischen Schwimmhalle Schöneberg das Spiel gegen die SG Neukölln, das trotz des vermeintlichen besonderen Lokalderby-Charakters ein Duell zwischen David und Goliath ist.

Das Hinspiel, an gleicher Wettkampfstätte, mit der SGN als Gastgeber, endete 31:8 zugunsten des Rekordmeisters, in ähnlichen Regionen wird sich das Resultat auch diesmal bewegen. Aktuell empfängt der Tabellen-Zweite Spandau den Siebenten und Vorletzten Neukölln, der in seinen letzten Partien mehr oder weniger eine „Schießbude“ war. Am 14. Februar 2026 kassierte die Mannschaft von (Ex-Spandauer) Andreas Schlotterbeck bei Meister Waspo in Hannover eine 6:38-DWL-Rekordniederlage.

Diesen desaströsen Gesamteindruck wollen die Neuköllner zumindest partiell korrigieren, auch wenn die Rollen klar verteilt bleiben. Für Spandau ist die „20-Tore-Marke“ nur ein Zwischenziel, das Spiel nur eine Aufbaumarke für die nahenden Meisterschafts-Playoffs. In der Hauptrunde der A-Gruppe der DWL stehen für die Wasserfreunde noch folgende Begegnungen an:

07.03.2026 Wasserfreunde Spandau 04 – White Sharks Hannover 16:00 Uhr – SSH
14.03.2026 ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 16:00 Uhr
21.03.2026 Waspo Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 18:00 Uhr

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Foto: © Wasserfreunde Spandau 04